Raimund und Wellinger verpassen Medaille um 16 Zentimeter
Drama zum Abschluss nach Start in Gold: Olympiasieger Philipp Raimund hat in der letzten Skisprung-Entscheidung von Predazzo mit Andreas Wellinger eine weitere Medaille ganz unglücklich verpasst. Im Super-Team-Wettbewerb, der bei nur noch drei ausstehenden Sprüngen abgebrochen wurde, belegte das deutsche Duo Platz vier. Zu Bronze fehlten 0,3 Punkte - umgerechnet 16 Zentimeter.
Weil heftiges Schneetreiben eine Fortsetzung laut Jury-Meinung nicht mehr erlaubte, wurde der Stand nach zwei von drei Durchgängen gewertet. Somit siegte Österreich mit Jan Hörl und Stephan Embacher vor Polen und Norwegen.
Bei der Premiere des Zweier-Mannschaftsspringen am Montagabend zeigte Raimund mit gewerteten Sprüngen auf 137,0 und 137,5 m eine starke Leistung. Sein Traumflug im Finale kurz vor dem Abbruch, der wohl Bronze bedeutet hätte, wurde nicht mehr gewertet. Der zweimalige Olympiasieger Wellinger fiel mit 127,5, 123,5 und nicht mehr gewerteten 130,0 m deutlich ab.
Somit bleibt für die deutsche Skisprung-Auswahl das schlechteste Olympia-Abschneiden seit Vancouver 2010, als es ebenfalls nur eine Medaille gab, die aber in Silber. Das Super Team hat bei Olympia das klassische Vierer-Team abgelöst. In diesem Wettbewerb holte Deutschland 1994 und 2014 (mit Wellinger) Gold.
Letztmals hatte es vor 16 Jahren in Vancouver nur eine deutsche Skisprung-Medaille, damals waren allerdings die Frauen noch nicht dabei, es standen nur nur drei statt wie heute sechs Wettkämpfe auf dem Programm.Raimund und Wellinger verpassen Medaille um 16 Zentimeter
K.Schober--NWT