Hecking wird Sportchef in Wolfsburg
Vom Trainerstuhl auf den Chefsessel: Dieter Hecking wird nach dem Abstieg mit dem VfL Wolfsburg in die 2. Fußball-Bundesliga befördert. Der bisherige Coach wird ab dem 1. Juni neuer Sport-Geschäftsführer bei den Niedersachsen, er unterschrieb einen Vertrag bis 2028 und soll im Bereich Sport den Männer- und Frauenfußball sowie die Akademie verantworten.
"Für mich stand zunächst die Frage im Vordergrund, ob ich weiter als Trainer arbeiten oder meine Zukunft als Funktionär sehe", sagte Hecking: "Nachdem ich diese Entscheidung mit voller Überzeugung getroffen habe, freue mich sehr auf die große Aufgabe, die vor uns liegt, gleichwohl sie viele Herausforderungen mit sich bringen wird, auch wenn der Abstieg, da bin ich ganz ehrlich, noch an mir nagt."
In seiner Zeit als Sportvorstand beim 1. FC Nürnberg hatte Hecking bereits von 2020 bis 2024 Erfahrungen als Manager gesammelt. Seit der Trennung von Peter Christiansen im März war der Posten des Sport-Geschäftsführers bei den Wölfen unbesetzt. Trainer-Routinier Hecking übernahm die Wölfe im März, konnte als Nachfolger von Paul Simonis und Daniel Bauer den Absturz in die 2. Liga aber nicht verhindern.
"Wichtig wird sein", betonte Hecking nach dem erstmaligen Abstieg, der durch die Niederlage (1:2 n.V.) in der Relegation beim SC Paderborn zu Beginn der Woche besiegelt worden war, "jetzt schnellstmöglich eine positive Grundstimmung im Verein zu erzeugen, um gemeinsam das Thema zweite Liga mit der nötigen Mischung aus Demut, Courage und Überzeugung anzugehen." Mit welchem Trainer Wolfsburg in die neue Saison gehen wird, ist noch offen.
Hecking, sagte Sebastian Rudolph, Vorsitzender des VfL-Aufsichtsrats, stehe in Wolfsburg für "Teamgeist und Identifikation": Er kenne "die zweite Liga und ihre Anforderungen. Er bringt für die Sportgeschäftsführung die passenden Kompetenzen mit. Gemeinsam mit Pirmin Schwegler und dem Team dahinter wird er die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit nahtlos fortsetzen."
L.Pichler--NWT